


Am 3.5.46 wurden volksbildende Arbeitsgemeinschaften angekündigt 15.1.1947, Eröffnungsfeier des Volksbildungswerkes (im Kulturausschuß), wegen der ungelösten Heizungsfrage konnten die Kurse erst am 10.2.47 beginnen. Als am 15.1.47 in einer Feierstunde des Kulturamtes das Volksbildungswerk gegründet wurde, beschrieb der damalige Bürgermeister Dr. Frisch die Befindlichkeit der Menschen folgendermaßen: "Wir stehen alle in einer geistigen Neuorientierung, wir müssen uns nur aus den Trümmern heraussuchen, was uns geblieben ist. Da gilt es zunächst eine geistige Inventur zu machen und neue Anknüpfungspunkte zu suchen." (LZ, 17.1.47). Auf der BAG-Tagung am 11.03.2005 in Donauwörth wurde Horst Lischinski vhs Lindau 1997 bis 2007 Internationale Kooperationen der vhs bei EU-Projekten war ein neues Feld, auf dem auch die Stadtverwaltung mittels der vhs Erfahrungen sammelte. Die Projekte sind aus den Euregio-Seminaren und diese wiederum aus jahrzehntealten guten Kontakten zu den 14 Nachbarvolkshochschulen entstanden. Die Teilnahme an dem außergewöhlichen Netzwerk der „Lernenden Region Bodensee“ 2002 - 2005 brachte viele Effekte für die Bürgerschaft. Eine Akzentuierung der Abschlussorientierung gelang durch die Anerkennnung als Prüfungsvolkshochschule für Buchführung, für die Europäischen Sprachenzertifikate in Deutsch und Englisch für die Zentrale Mittelstufenprüfung des Goethe-Institutes. Unsere städtische Volkshochschule versteht sich als modernes, kommunales Bildungszentrum. An diesem Selbstverständnis misst sie sich und wird sie gemessen. vhs 2006 Im vergangenen Jahr wurden an der Volkshochschule 418 Kurse mit ca 3400 KursteilnehmerInnen durchgeführt. 1200 Besucher wurden in 10 Vorträgen und einem Konzert gezählt und 2 Ausstellungen fanden in den vhs-Räumen statt. Mit ca. 3400 durchgeführten Doppelstunden und 40.000 Teilnehmerdoppelstunden befanden sich Angebot und Nachfrage auch im vergangenen Jahr auf hohem Niveau. Dreiviertel der Hörerschaft sind Frauen und ca ein Drittel der KursteilnehmerInnen wohnen im Landkreis Lindau, in Baden-Württemberg und in Österreich. - Volkshochschulen rund um den Bodensee (Euregio-Seminare, WIB) - Art Stiftung Plaas, Museumsverein (Lesungen) - Verein Signatur (Lesungen) - Lindauer Psychotherapiewochen - Bund Naturschutz, Energieberatungszentrum Lindau, (Vorträge) - Energiekonsensgruppe des Stadtrates, Stadtwerke (Vorträge) - Kinderschutzbund - Pax Christi - DGB - Kulturamt der Stadt Lindau - Freundeskreis Friedensmuseum - AOK Bayern - Direktion Lindau - Sozialstation Lindau - Besuchsdienst für Kranke und Sterbende - Amnesty International - Landratsamt Lindau - Kirchengemeinden von Lindau Außerdem bestehen gute, partnerschaftliche Kontakte zu den anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Lindau. Geschichte der Volkshochschule Lindau (Zeitachse) "Rééducation": 16 Kurse und Vortragsabende wurden angeboten, davon 9 durchgeführt, Musik, Literatur, Kunst, französische Sprachkurse, Staatsbürgerkunde, Soziale Frage in der Geschichte 1949 Zuordnung zur Stadtverwaltung 1947 bis 1955 vhs-Leiter Prof. Dr.phil. Dr. jur. h.c. Friedrich Wilhelm Wentzlaff-Eggebert. Neben den Schwerpunkten Philosophie, Literatur, Theater hatten sich bald die Sprachkurse und vor allem die Berufsbildung etabliert, Buchführung, Maschinenschreiben und technisches Zeichnen wurden angeboten. 05.10.1955 bis 31.05.1972 vhs-Leiter Walter Dorfmüller, Oberstudiendirektor, führte das Volksbildungswerk sicher durch eine Zeit, in der sich das Anforderungsprofil an die Erwachsenenbildung änderte. Die gesellschaftlichen Veränderungen und die geänderten Erwartungen äußerten sich in Lindau in Diskussionen mit dem "Republikanischen Forum". Im Mai 1969 wurde das Volksbildungswerk in Volkshochschule umbenannt. Mit einer eigenen Satzung trug man damals den Erfordernissen einer sich ändernden Bildungslandschaft Rechnung 1969 städtische Volkshochschule 22.-24.05.1970 Tagung des Bayerischen Volkshochschulverbandes in Lindau mit Verabschiedung der neuen Satzung 1.6.1972 bis 31.5.1992 vhs-Leiter Peter Kramer, Oberstudiendirektor. Während der 20 Jahre unter Peter Kramers Leitung wuchs das Angebot an Kursen und Vorträgen auf über 300 im Jahr. In vielen Bereichen gelang es Peter Kramer und Karl-Heinz Ball, in dessen Geschäftsbereich in der städtischen Schulverwaltung die vhs lag, richtungweisende Bildungsangebote zu machen. Der erste EDV-Kurs in der Lindauer Erwachsenenbildung wurde im Dezember 1981 an der Volkshochschule vom damalige Fachbetreuer, Helmuth Gebhard, angeboten. Heute sind die EDV-Kurse wesentlich für Aufstiegsqualifikation von Berufstätigen und mindestens so wichtig für den Wiedereinstieg in das Berufsleben. 1972 Filmwoche Nachmittagsvorträge für Senioren 24.7.1974 Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung in Bayern Lindauer Psychotherapiewochen und das Programm für Lindau Bürger 1991 Horst Lischinski, M.A. soz./pol., von 01.04. bis 31.05.1991 stellvertr. Leiter seit 1.6.1992 vhs-Leiter regelmäßige Verbesserungen des Programmheftes führten 1997 zum neuen Erscheinungsbild der vhs Start des Interreg-II- Projekts Weiterbildungsinformationssystem Bodensee 1997 Anmeldungen über das Internet sind möglich Prüfungsvolkshochschule Zertifikat Deutsch als Fremdsprache 06.03.1997 Feier 50 Jahre vhs Lindau Juli 1997 Prüfungsvolkshochschule Zentrale Mittelstufenprüfung des Goethe-Instituts Herbst 1998 Organisation der städtischen Lindauer Agenda 21 Städtischer Projektauftrag mit Teilnahme am Interreg-II-Projekt Vortragsreihen „Stadt unterm Rad“ 1998 1. Praktikumsstelle „Freiwilliges ökologisches Jahr“ 1998 Umweltmanagementsystem DACH 2000 Mitorganisation des Lindauer Lernfestes Prüfungsvolkshochschule Zertifikat Englisch 2002 Januar Einzug in Räume der ehemaligen Luitpoldkaserne. Die Ausstattung der beruflichen Weiterbildung wurde finanziell durch das Bayerische Wirtschaftsministerium gefördert. 12.04.2002 Eröffnungsfeier der neuen vhs mit Tag der offenen Tür 2002 bis 2005 Teilnahme am Projekt Lernende Region Bodensee 2003 Ausrichter des Treffens der Schwäbischen Volkshochschulen in Lindau 2004 Euregio-Mitarbeitertag in Lindau 2004 EU-gefördertes Qualitätsmanagement nach EFQM -Treffen der Euregio-Volkshochschulen 2007 EDV-Raum neu eingerichtet mit finanzieller Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium
16 Kurse und Vortragsabende wurden angeboten, davon 9 durchgeführt, Musik, Literatur, Kunst, französische Sprachkurse, Staatsbürgerkunde, Soziale Frage in der Geschichte,
Kursgebühr: 1.50 RM je Abend.
1949: Zuordnung zur Stadtverwaltung
1969 Städtische Volkshochschule
2002 Anfang Januar: Umzug in die ehemalige Luitpoldkaserne, Uferweg 7
Hauptberuflich Beschäftigte: vhs-Leiter, pädagogische Mitarbeiterin,1 1/2 Verwaltungsangestellte
Honorarkräfte: 125 KursleiterInnen
Leiter:
Prof. Dr.phil. Dr. jur. h.c. Friedrich Wilhelm Wentzlaff-Eggebert, 1947 bis 1955
Walter Dorfmüller, Oberstudiendirektor, 5.10.55 bis 31.5.72
Peter Kramer, Oberstudiendirektor, 1.6.72 bis 31.5.92
Horst Lischinski, M.A. soz./pol., seit 1.6.92
Kulturamtsleiter Dr. Ricklinger beschrieb die Themen des Volksbildungswerkes als: "Bildung ist vorerst die erste und einzige Brücke, die uns den Menschen anderer Länder näherzubringen vermag. Das Volksbildungswesen soll, als letztes ideales Ziel, helfen, der Wahrheit zu dienen, zur Humanitas und zur Freiheit des Geistes erziehen."
Die erste von den 16 angebotenen Vortragsreihen und Kursen hieß "Die soziale Frage im Laufe der geschichtlichen Entwicklung", der Referent war Dr. Rosenhauer.
Eine kaum zu überschätzende Bedeutung kam den Sprachkursen in Französisch in unserer französischen Besatzungszone zu.
Wegen des harten Winters mußte der Beginn der Kurse auf Ende Februar verschoben werden. Im ersten Semester wurden von 16 Kursen 9 durchgeführt.
Daß die Nachfrage mit 150 Hörerinnnen und Hörern etwas unter den Erwartungen geblieben ist, lag wohl neben der Sorgen und Nöte der Menschen in der Nachkriegszeit auch an der Kursgebühr von 1.50 RM je Abend. So beklagte Dr. Ricklinger im ersten Rückblick auf die Nachfrage das geringe Interesse an staatspolitischen Fragen und öffentlichen Anliegen "Es entspricht der allenthalben zu beobachtenden, nicht unbedenklichen Tendenz zu Resignation und Gleichgültigkeit." (Dr. Ricklinger, LZ, 28.2.47). Von 9 Teilnehmern des Kurses "Grundlagen der Staatskunde" waren 7 Behördenangestellte. Dagegen sei der Besuch von "Wege zur Kunstbetrachtung" mit 41 und die "Causerie litteraire" mit 40 Teilnehmern sehr gut gewesen. Im Jahresbericht des Kulturauschuß ist zwar von nicht erfüllten Erwartungen, was die Besucherzahl betraf, die Rede, aber auch Optimismus zu vernehmen. So heißt es im Lindauer Anzeiger vom 1.4.47: "In den einzelnen Arbeitsgemeinschaften herrscht eine lebhafte geistige Regsamkeit, so daß die Lehrgänge immerhin als ein erfolgreicher Auftakt der neuen Bildungsarbeit in Lindau zu betrachten sind."
"Rééducation" hieß in der Nachkriegszeit das Schlagwort in der französischen Besatzungszone am Bodensee. Die positive Kulturpolitik der Franzosen spielte eine wichtige Rolle und ermöglichte den weitgehend intakten Städten am Bodensee einen kulturellen Neubeginn. Unter welchem Anspruch dies damals geschah wird in einem Artikel (Südkurier, 23.11.45, zitiert im "Rorschacher Neujahrsblatt 1995") deutlich: "Unzerstörte Städte haben heute, auch wenn sie klein sind, eine Mission, eine Verpflichtung. Man fühlt dies auch in Lindau. Hier könnte manche Aufgabe. vor allem kultureller Art, den zertrümmerten Großstädten abgenommen werden."
Durch Anfangsprobleme der Nachkriegszeit ließ man sich aber nicht vom Ziel abbringen. Unter dem ersten Leiter des Volksbildungswerkes, Prof. Dr.phil. Friedrich Wilhelm Wentzlaff-Eggebert, wurde das Angebot nach und nach erweitert. Neben den Schwerpunkten Philosophie, Literatur, Theater hatten sich bald die Sprachkurse und vor allem die Berufsbildung etabliert, Buchführung, Maschinenschreiben und technisches Zeichnen wurden angeboten.
Mit der Verabschiedung von Prof. Dr. Wentzlaff-Eggebert wurde am 5.10.55
Herrn Oberstudiendirektor Walter Dorfmüller die Leitung des Volksbildungswerkes übertragen. Walter Dorfmüller leitete das Volksbildungswerk bis 1972.
In den 60er-Jahren wurde die "Volkshochschule neuen Typs" (Horst Siebert, das forum, 2/1986, S.18) gefordert, "...vorrangig die bildungstheoretische Aufwertung der beruflichen Weiterbildung".
Die gesellschaftlichen Veränderungen und die geänderten Erwartungen äußerten sich in Lindau in Diskussionen mit dem "Republikanischen Forum". Im Mai 1969 wurde das Volksbildungswerk in Volkshochschule umbenannt. Mit einer eigenen Satzung trug man damals den Erfordernissen einer sich ändernden Bildungslandschaft Rechnung. Vermittelt wurden solche gesamtgesellschaftliche Strömungen nicht zuletzt durch den Bayerischen Volkshochschulverband.
Walter Dorfmüller führte das Volksbildungswerk sicher durch eine Zeit, in der sich das Anforderungsprofil an die Erwachsenenbildung änderte.
Zu den wichtigen Daten in der vhs-Geschichte gehören die Tage vom 22.-24. Mai 1970, als die 24. Landestagung des Bayerischen Volkshochschulbverbandes in Lindau durchgeführt wurde. Auf dieser Tagung beschlossen die Mitglieder die geltende Verbandssatzung.
Im Herbst 1972 übernahm Oberstudiendirektor Peter Kramer die Leitung der Volkshochschule.
Bildungspolitische Pläne in den 70ern forderten damals u.a. den "Ausbau der Weiterbildung als unverzichtbaren Bestandteil des Gesamtbildungssystems, Kooperation der Träger und Koordination der Angebote bei der Vorrangstellung der öffentlichen Einrichtungen, insbesondere der kommunalen Volkshochschule,..."
Während der 20 Jahre unter Peter Kramers Leitung wuchs das Angebot an Kursen und Vorträgen auf über 300. In vielen Bereichen gelang es Peter Kramer und Karl-Heinz Ball, in dessen Geschäftsbereich in der Schulverwaltung die vhs lag, richtungweisende Bildungsangebote zu machen. Der erste EDV-Kurs in der Lindauer Erwachsenenbildung wurde im Dezember 1981 an der Volkshochschule vom damalige Fachbetreuer, Helmuth Gebhard, angeboten. Heute sind die EDV-Kurse wesentlich für Aufstiegsqualifikation von Berufstätigen und mindestens so wichtig für den Wiedereinstieg in das Berufsleben.
Die besondere Pflege des Vortragswesens verschaffte der vhs bei vielen Referenten einen sehr guten Ruf. Bei den kostenfreien Nachmittagsvorträgen für ältere Leute wurden nicht selten über 200 Besucher gezählt. Das soziale Engagement der Lindauer Referenten, die mit ihren landeskundlichen Diavorträgen begeisterten und dabei auf ein angemessenes Honorar verzichteten, machte und macht dies möglich.
Beispielhaft wurde in diesen Jahren die Kooperation mit örtlichen Institutionen verstärkt. Insbesondere das Dreigestirn Art Stiftung Plaas - Museumsverein – Volkshochschule sind stellvertretend zu nennen. In stets guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit ist es hierdurch gelungen, viele bedeutende Dichter und namhafte Schriftsteller in unsere bayerische Bodenseestadt zu bringen.
1991 stellte die Stadt mit Horst Lischinski erstmals einen hauptberuflichen stellvertretenden Leiter an der vhs ein. Herr Lischinski wurde dann nach 15 Monaten zum Nachfolger von Peter Kramer berufen. Zwischen Frühjahr 1996 und 2005 war Horst Lischinski 2. Vorsitzender der Bezirksarbeitsgemeinschaft Schwäbischer Volkshochschulen (BAG).
einstimmig zum 1. Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft
schwäbischer Volkshochschulen in den Gesamtvorstand des
Bayerischen Volkshochschulverbandes (bvv) gewählt.
In ihren Reden wiesen der Landrat Stefan Rößle(Landkreis Donau-Ries)
und der 1. Vorsitzende des Bay. Volkshochschulverbandes (bvv), Karl H. Eisfeld,
auf die tragende Rolle der Volkshochschulen bei der lebensbegleitenden Wissensvermittlung hin.
In Anlehnung an das „ABC des lebenslangen Lernens“ im Konzept des Bayerischen Volkshochschulverbandes war die vhs sehr aktiv als Initiatorin und ausführender städtischer Arm bei den Community orientierten Projekten „Lindauer Agenda 21“, dem „Kommunalen Umweltmanagementsystem DACH“ oder in der Stadtteilarbeit mit „Deutsch im Kindergarten für Kinder und Eltern – dem Projekt Wurzeln“
Eines der wichtigsten Ziele der Volkshochschule in den letzten Jahrzehnten war sicher mit den eigenen Räumen in der ehemaligen Luitpoldkaserne erreicht. Seit 2002 befindet sich die vhs in der von Investor Josef Wund renovierten ehemaligen Luitpoldkaserne. In den modernen Räumen eröffnet die vhs den Bürgerinnen und Bürgern zu variablen Zeiten neue Möglickeiten zum ganzheitlichen Wissenserwerb: PC vormittags, nachmittags, für Senioren, Frauen, Jugendliche. Tai Chi frühmorgens am Seeufer beim Pulverturm, Entspannung, Tanz, Aquarellmalen, Salsa vormittags sind neben der bekannten Vielzahl an Sprachkursen nur einige der neuen Angebotsbeispiele.
Einige Beispiele für die vielfachen Kooperationen in den letzten sechs Jahren mit:
15.01.1947 Eröffnungsfeier des Volksbildungswerkes
Beispielhaft wurde in diesen Jahren die Kooperation mit örtlichen Institutionen verstärkt. Insbesondere das Dreigestirn Art Stiftung Plaas - Museumsverein – Volkshochschule sind stellvertretend zu nennen. In stets guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit ist es hierdurch gelungen, viele bedeutende Dichter und namhafte Schriftsteller kamen zu Autorenlesungen.
1972 Studienreisen
1. März 2007 Feier 60 Jahre Volkshochschule Lindau
Sommer 2007 bis 30.09.2008 Erfolgreiches BMBF-Nachfolgeprojekt der Lernenden Region Bodensee "Kommunale Bildungskooperation Stadt Lindau - Lebenslanges Lernen"
vom 11.06.1969 (geändert durch die erste Änderungsssatzung vom 27.04.1992)
(..)
§ 2
Aufgaben
Die Volkshochschule dient der Allgemeinbildung, der Fortbildung und Lebenshilfe. Die politische Bildung soll dabei ihre gebührende Berücksichtigung finden. Die Volkshochschule ist frei in ihrer Programmgestaltung und in der Auswahl ihrer Lehrenden.
(..)
Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung
Art. 1
Begriff und Aufgaben der Erwachsenenbildung
Erwachsenenbildung (Weiterbildung) ist ein eigenständiger, gleichberechtigter Hauptbereich des Bildungswesens. Sie verfolgt das Ziel, zur Selbstverantwortung und Selbstbestimmung des Menschen beizutragen. Sie gibt mit ihren Bildungsangeboten Gelegenheit, die in der Schule, in der Hochschule oder in der Berufsausbildung erworbene Bildung zu vertiefen, zu erneuern und zu erweitern; ihr Bildungsangebot erstreckt sich auf persönliche, gesellschaftliche, politische und berufliche Bereiche. Sie ermöglicht dadurch den Erwerb von zusätzlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, fördert die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, führt zum Abbau von Vorurteilen und befähigt zu einem besseren Verständnis gesellschaftlicher und politischer Vorgänge als Voraussetzung eigenen verantwortungsbewußten Handelns. Sie fördert die Entfaltung schöpferischer Fähigkeiten.
(..)
Verfassung des Freistaates Bayern
Art. 83, (1) Wirkungskreis der Gemeinden
"In den eigenen Wirkungskreis der Gemeinden (Art.11 Abs.2) fallen insbesonders ...; ..., Volks- und Berufsschulwesen und Erwachsenenbildung,..."
Und das sagt der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog über die Volkshochschulen
Auf dem 10. Deutschen Volkshochschultag in Leipzig am 6. Nov. 1996 führte Bundespräsident Roman Herzog in einer viel beachteten Rede vor 1500 Delegierten und Gästen aus:
“Wenn das Lernen in seinen vielfältigen Ausprägungen “Volkssport” sein soll, dann brauchen wir vielfältige “Lern-Netzwerke”. Dort, wo die Bürger leben. Mit Programmen, die die Menschen nutzen. Zu Kosten, die die Lernenden tragen können. Kurzum: wir brauchen Volkshochschulen, die ich praktischerweise nicht mehr fordern brauche, weil sie schon lange existieren. Denn die Volkshochschulen sind der bewährte Kern des deutschen Modells der Erwachsenenbildung. Die kommunale Trägerschaft macht deutlich, dass ihre Aufgabe zur Grundversorgung der Bevölkerung im Bereich der Weiterbildung gerechnet werden muss”.